allgemeine Gesundheitsfragen und Antworten

aus dem Gesundheitschat vom KÄLTENETZWERK. Wir lehnen jegliche Haftung und Verantwortung ab. Wir kennen alle Fragestellenden (fett) und die Personen, welche die Antwort (nicht fett) geben. 

Nun hat er mir kürzlich erzählt, dass er eine MS-Diagnose erhalten hat, und mich gefragt, ob moderates Kaltbaden für ihn sinnvoll sein könnte. Da mir eine fundierte medizinische Einschätzung wichtig ist, wollte ich fragen, wie Kälteanwendungen bei MS aus neurologischer Sicht zu beurteilen ist. Bekanntlich berichten viele Betroffene über eine ausgeprägte Wärmeempfindlichkeit (Uhthoff-Phänomen), bei der bereits eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur zu einer vorübergehenden Verschlechterung neurologischer Symptome führen kann. Vor diesem Hintergrund stellt sich für mich die Frage, ob eine gezielte Kühlung – beispielsweise durch moderates Kaltbaden – bei einzelnen Betroffenen auch symptomatisch entlastend wirken könnte, etwa durch die Vermeidung einer Überwärmung oder eine stabilere Nervenleitung. Mich würde interessieren, ob es bei den klinischen Erfahrungen Hinweise darauf gibt, dass solche Kälteanwendungen bei MS-Betroffenen potenziell positive Effekte haben können (z. B. in Bezug auf Fatigue oder subjektive Symptomlinderung). Gleichzeitig wäre für mich wichtig zu wissen, ob es aus neurologischer Sicht Kontraindikationen oder Situationen gibt, in denen von Kälteexposition – insbesondere in kaltem Wasser – eher abzuraten wäre. MR

Das Thema betrifft mich auch persönlich, da ..... seit über 30 Jahren an MS erkrankt ist und ich die Temperatur-Sensitivität im Alltag gut kenne.
Aus neurologischer Sicht ist die Grundidee korrekt: Hitze bzw. eine leichte Erhöhung der Körperkerntemperatur kann über das Uhthoff-Phänomen zu einer vorübergehenden Verschlechterung neurologischer Symptome führen. Entsprechend werden kühlende Strategien (kühle Umgebung, lauwarme/kühle Duschen, Kühlkleidung) durchaus genutzt, um Fatigue und hitzegetriggerte Beschwerden zu lindern.
Wichtig ist aber die Unterscheidung zwischen „angenehm kühl halten“ und ausgeprägtem Kältereiz wie Kaltbaden. Ein Teil der Betroffenen profitiert von moderater Kühlung, ein anderer reagiert auf Kälte mit mehr Spastik, Schmerzen, Sensibilitätsstörungen oder Fatigue. Dazu kommen die allgemeinen Effekte von kaltem Wasser (Blutdruck- und Pulsanstieg, starker Sympathikusreiz), die bei kardiovaskulären Vorerkrankungen oder autonomen Störungen problematisch sein können.
Ich würde deshalb moderates, gut steuerbares Kühlen als sinnvolle Option sehen, wenn der Betroffene sich damit wohlfühlt und keine Kontraindikationen bestehen. Für Kaltbaden wäre ich deutlich zurückhaltender und würde es nur erwägen, wenn die MS stabil ist, keine ausgeprägte Kälteempfindlichkeit besteht, keine relevanten Herz‑/Gefäss- oder autonomen Probleme vorliegen und man sehr vorsichtig, kurz und nicht allein beginnt – mit der klaren Vereinbarung, beim geringsten Hinweis auf Symptomverschlechterung wieder damit aufzuhören.
Im Vordergrund steht für mich bei MS eine möglichst stabile, individuell angenehme Thermoregulation, nicht das „Training“ mit starken Kältereizen.

 

Hallo, ich habe eine Frage über den Unterschied Mann/Frau beim baden. Ein Freund von mir "stirbt" fast wenn er ins kalte Wasser reingeht. Deswegen hatten wir eine Diskussion wieso wir immer wieder diesen Mann/Frau-Unterschied sehen. Ich habe eine Studie in Pubmed gefunden (2014) der besagt dass Männer eher neuro-endrocrine und immunreaktionen haben, während Frauen vor allem insulativ reagieren. Demnach auch mehr "shivering" bei Männer als Frauen. Das Word insulative bedeuted hier wahrscheinlich isolierend? Mit diesem Wissen: Habt ihr dies auch so beobachtet? Instruiert ihr Männer und Frauen unterschiedlich bei einem ersten cold bath? BW

Die besagte Studie ist zwar grundsätzlich gut durchgeführt, hat aber in der Aussage ihre Limitationen (32 Teilnehmer/innen, 14° Wasser, ausschliesslich junge Erwachsene… etc.) Dass Männer und Frauen unterschiedlich reagieren, wird ja meist auf die unterschiedliche Verteilung von Fett- und Muskelmasse zurück geführt, allerdings spielen noch weitere Faktoren wie Grösse, Alter und hormonelle Faktoren mit weiblichem Zyklus etc. hinein… weiter auch die Frage nach Anpassung bei regelmässigem Kalt-/Eisbaden. Insofern stellt sich ein wenig die Frage nach der praktischen Umsetzung bei doch sehr individueller Reaktion und Erleben… es gibt ja eben nicht nur geschlechtsspezifische Unterschiede… aber da habt ihr vielleicht mehr praktische Erfahrungen… WK

Meine praktische Erfahrung mit vielen Leuten gibt mir kein Bild von grundsätzlichen geschlechterspezifischen Unterschieden, sodass ich vorab nicht unterschiedlich instruiere. Wenn, dann ist es die Tatsache bei meinen Kursen, dass ca. 80-90% Frauen daran teilnehmen. Grund dafür ist meistens, dass Frauen generell zum Thema in Theorie interessierter erscheinen als Männer. Ergänzend zum "etc." von Walter ist neben den Aussentemperaturen auch die eigene aktuelle Verfassung und die mentale Einstellung vor dem Wassergang. Wenn sich jemand vor dem Wassergang sagt "nun sterbe ich fast" fühlt es sich wesentlich kälter an als wenn man sich sagt (und das auch meint) "wow, der kommende Kaltbadegenuss tut mir gut - ich freue mich darauf". Es sind in der Tat viele Faktoren die mitspielen, ob es eher Genuss oder "Grauss". BI 

Auch bei meinen Workshops sind es bis zu 80% Frauen die an meinen Kursen Teilnehmen. Frauen vertrauen stärker auf innere Prozesse und Körpergefühl. Sie gehen weniger ego-getrieben ins Eis 'ich muss performen' und dadurch entspannter. Sie akzeptieren Stressreize schneller, statt dagegen anzukämpfen. Die Frauen haben eine schnellere, aber oft effizientere Atemfrequenz, eine höhere parasympathische Aktivität (Ruhe-/Regenerationsnerv), und ein weniger Kampf-/Flucht-Reaktivität bei Stressreizen. PB

 

Ich habe letzten Winter begonnen mit dem Kältebaden und habe gemerkt, dass es mir eigentlich gut tut und es fast süchtig machen könnte. Nun habe ich gelesen, dass es mit Nierenproblemen(nicht optimal ist, wegen dem Adrenalin das ausgeschüttet werde...) Ich weiss, dass ich seit Frühling einen 2cm grossen Nierenstein habe, der sich ruhig verhält und nicht abgeht (gemäss meinem Facharzt). Meine Beschwerden sind manchmal ein Ziehen in der Nierengegend. Kann ich trotzdem so weitermachen? Ich gehe einfach in den See baden und im Sommer ist es ja nie so kalt. Mache sonst keine Kältebäder. MZ

Grundsätzlich gilt, wenn jemand persönlich spezifische gesundheitliche Probleme oder Fragen hat, dann bitte mit dem/der (Haus-) Ärztin/Arzt besprechen. Ansonsten sehe ich ebenfalls keinen direkten Zusammenhang mit Nierensteinen und Kaltbaden. Bei den Nierensteinen ist das Problem aber mehr im Zusammenhang mit dem Flüssigkeitshaushalt und nicht so sehr mit der Temperatur.  WD

 

Habt ihr Erfahrung mit Krebspatienten? Vor allem als "Nachbehandlung", also kein Chemo mehr, keine Bestrahlung. Kaltbaden sehe ich eigentlich problemlos wenn es langsam aufgebaut wird. Was meint ihr?  Was ist mit Kryotherapie? Die Ärzte die ich kenne, sind meistens "ratlos" und sagen entweder grade mal nein oder "weiss nicht" wenn es geht um Kälte. BW

Danke für Deine wertvolle Frage. Es geht wie immer ums pathophysiologische (Entstehungslehre von Krankheiten) und das biologische Prinzip: (1) Kälte führt zur Aktivierung von braunem Fettgewebe im Körper und dies entzieht Glukose (Zucker) dem Tumorgewebe weg (Takahiro Seki, Karolinska Instiut in Solna, Sweden (Nature 08.08.2022)      (2) Kälte per se beruhigt die Nebenwirkungen einer entzündlichen Reaktion und fördert somit die Resilienz des Körpers (Stoffwechsel und Immunantwort) gezielter und fokussierter sowie spezifischer gegen Krebszellen zu kämpfen.  Grundsätzlich muss man um eine moderne wissenschaftliche Evidenz zu beweisen wie man schön sagt "gross angelegte Studien" durchführen die aber nicht realistisch sind weil es wirtschaftlich-politisch nicht erwünscht ist. Also bleibt die Evidenz des LEBENS und der NATUR plus der GESUNDE MENSCHENVERSTAND plus die bis dato WISSENSCHAFTLICHE ERKENNTNIISSE AUF DEM GEBIET plus die ERFAHRUNG DES EINZELNEN ARZTES um seine Patienten fair und ehrlich über Risiken und Nutzen solch einer Kältetherapie wie zum Beispiel Schwimmen in kalten Wasser, aufzuklären. ICH persönlich würde es meinem Vater und Mutter wenn Sie Krebs hätte empfehlen weil ich der Methode vertraue. Alles Liebe und Gruss von der Medizin. RJ

vielen Dank für deine Antwort. Die Frage ist auch nicht ganz uneigennützlich, weil ich ja selber vor 3 Jahre Brustkrebs hatte. Seit dem auch Winterschwimme/bade und sogar ohne Lymphknoten in der linken  Achselhöhle gut mit allem klar komme. Aber bei Krebs gibt es ja viele Varianten, und deswegen auch meine Frage. Aber auch ich rate zur Kältetherapie an😉. Die Kryotherapie finde ich noch eine stufe weiter. Hast du Erfahrung damit, oder selber mal gemacht (oder sonst jemand in diese Gruppe)? BW

Meiner Mutter wurde nach überstandener Krebserkrankung (Lymphdrüsen) von mehreren Seiten die Kältekammer empfohlen. Sie konnte sich bis jetzt jedoch nicht dazu überwinden. EA

Ich arbeite seit 2016 mehrmals wöchentlich mit Krebspatientinnen (Yoga für Krebsbetroffene). Die Damen wissen von meiner Passion fürs kalte Wasser. Leider ist es mir bis zum heutigen Tag nicht gelungen, eine Krebspatientin zum Mitkommen zu motivieren. Allerdings vielleicht auch von Interesse: Seit einiger Zeit werden während gewissen Chemotherapien Kältehandschuhe und/oder Füsslinge benutzt, damit es weniger zu chemobedingten Neuropathien kommt. Auch gibt es Eishauben, die den Haarausfall verhindern oder minimieren sollen. GI

 

Ich hatte vor 11/2 Jahren heftige Kopfschmerzen schlussendlich durch das Messen des Blutrucks der viel zu hoch war, die Diagnose arterielle Hypertonie bei hochgradiger Nierenarterienstenose li (Verstopfung der Nierenarterie) verursacht durch eine familiäre Hypercholesterinämie (der «schlechte» Cholesterinwert ist viel zu hoch) erhalten.
Therapiert wurde das ganze so: da die Nierenarterie so stark verstopft war, alle anderen Arterien sind bei mir intakt, wurde im Juni 2023 ein Stent - vereinfacht sieht aus wie ein Röhrli - in die Arterie eingesetzt, damit diese offen bleibt und die Niere wieder ganz durchblutet wird und sich dann auch der erhöhte Blutdruck wieder normalisieren konnte.
Aktuell nehme ich einen Cholesterinsenker (Ezetimib Rosuva 10mg/20mg) und einen leichten Blutverdünner damit sich nichts am Stent festsetzt (Aspirin cardio 100mg) Blutdrucksenkende Medikamente benötigt er keine mehr, der Blutdruck ist nun wieder normal. Regelmässige sportliche Aktivitäten, Bewegung hat mich auch schon durch meinen Beruf und ausgewogene Ernährung gesundheitlich unterstützt…
Alle 6 Monate habe ich eine Kontrolle im Inselspital, um den Sitz des Stents zu prüfen, eine Duplexsonographie der Arterien, um die Gefässwände zu Kontrollieren und eventuelle Ablagerungen zu erkennen, Lipidmessungen (Cholesterin) und natürlich Kontrolle des Blutdrucks (den messe ich auch regelmässig zu Hause)
Bis jetzt waren die Resultate der Untersuchungen jedes Mal sehr gut, ich habe auch keine Beschwerden mehr und fühle mich  gut, und wie gesagt habe ich zur Sicherheit meine Hausärztin gefragt, ob Kaltbaden für mich möglich ist,  und die Ärztin sagt dies sei o.k. für sie, nach Massgabe der Beschwerden natürlich… MR

Danke für Dein Input.
1. Insgesamt relativ zu anderen Ursachen ist eine Nierenarterienstenose (Einengung/Verstopfung) Gott sei Dank relativ selten.
2. Bei JEDEM resistenten hohe Blutdruck, also schwer therapierbarem, MUSS direkt an einer Nierenarterienstenose gedacht werden (der Hausarzt).
3. Vor allem Personen die noch sehr jung sind ( 25-50 Jahre) und Blutdruck entwickeln, da muss mittels Ultraschall dies untersucht werden.
Nach einer Behandlung wie Urs sie es hatte, gibt grundsätzlich vom Blutdruck her keine Probleme mehr, solange matürlich der Stent (das Röhrli) in der Arterie richtig sitzt, deswegen die Kontrollen.
Aussage der Kollegin bezüglich Kaltbaden: 👍 RJ

hier mal kurz aus Sicht eine Osteopathin😉: Ich würde ihm zusätzlich Übungen geben um seine Brustwirbelsäule-Mobilität zu verbessern. Sehr oft gibt es bei Operationen im Rumpf-Bereicht muskuläre Spannungen. Damit er im Wasser schön Durchatmen kann, finde ich dies sehr wichtig. Es gibt ihm dann etwas mehr Flexibilität und weniger "Stress" für seinen Körper. Auf Youtube wird diese Übung gut erklärt. Wenn man in diese Rotation ist, kann man zusätzlich noch Ein- und Ausatmen. Es gibt natürlich sonst auch noch viele andere Atemtechniken die man ihm lernen kann, aber damit kennst du dich glaube ich aus, oder😊? https://youtu.be/FKl_4I1ipVU?si=Z5J-Pw9UqwkjUrbi BW

 

Liebe Kälte-Interessierte
Im Nachgang vom Tell-Winterschwimmen ist bei mir eine Frage zum Thema „braunes Fett“ aufgetaucht, die ich einerseits aus wissenschaftlichem, andererseits auch aus persönlichem Interesse stelle:
Ich praktiziere nun seit 2017 Winterschwimmen und Kältetraining und habe in dieser Zeit auch schon einige eher „fortgeschrittene“ Kälte-Erfahrungen gemacht. 
Im Sommer gehe ich ab und zu in (sehr) kalte Bergseen, jedoch nicht regelmässig. Ansonsten fand bei mir bisher nicht sonderlich viel Kältetraining statt während den Sommermonaten. Dementsprechend finde ich es jedes Jahr im Herbst körperlich (nicht mental!) wieder recht mühsam, mich an die Kälte zu gewöhnen. So habe ich insgesamt nicht das Gefühl, dass ich seit 2017 körperlich wesentlich kälteresistenter geworden bin. Ende Saison jeweils schon, aber es hält nicht über den Sommer an. So frage ich mich, ob das braune Fett – sofern es denn überhaupt gebildet wird über den Winter – bei mir jeweils im Sommer wieder „wegschmilzt“. Was meint ihr dazu?
Abgesehen davon noch eine etwas „positivere“ persönliche Erfahrung, die vielleicht auch von Interesse ist: Seitdem ich winterschwimme ist mein Raynaud-Syndrom so gut wie weg. Und das bleibt auch über den Sommer so! 🙏GI

Hoi zusammen. Das Raynaud-Sdr. ist nicht so einfach zu verstehen, da es im Rahmen von rheumatischen Erkrankungen oder auch als eigenständiges Bild auftreten kann. Da man die Auslöser nicht kennt, ist die Therapie dann auch symptomatisch (d.h. Ausprobieren, was hilft), resp. bei bekanntem Rheuma-Leiden die Grundursache. Grundsätzlich ist die Empfehlung, Auslöser wie Kälte zu vermeiden (das ist dann ein bisschen doof, beim Kältebaden/-schwimmen). Es gibt Medikamente, die die Blutgefässe erweitern, die sind dann aber auch wieder problematisch, da sich dadurch der Körper auch viel schneller sonst abkühlt, da die natürliche Reaktion unterbunden wirde. Ich denke, dass man das individuell nach Beschwerde-Toleranz anschauen müsste, um eine Strategie dazu zu entwickeln (z.B. indem man sich step-by-step daran gewöhnt). Ansonsten noch eine Bemerkung zu oben mit dem Braunen Fett, ich glaube nicht, dass das Braune Fett der einzige Faktor für die Kältetoleranz ist. Die Reaktion auf Kälte ist individuell und natürlich von der regelmässigen Durchführung abhängig. WK

Ich höre immer wieder von positiven Erfahrungen mit Raynaud-Syndrom + Winterschwimmern. Negative Erfahrungen bzw. Verschlechterungen des Raynaud-Syndroms habe ich bisher (während meinen 7 Jahren Winterschwimm-Erfahrung) noch nie gehört. Ich habe einmal auch einen Sommer lang fast täglich Hände und Füsse mit Eisbädern gezielt "trainiert". Das hat vermutlich auch noch einen positiven Beitrag geleistet. GI

 

Liebe alle - ich möchte das Thema Kopfschmerzen nochmals aufnehmen, weil ich gestern wieder jemand hatte, der dem beschriebenen Fall von GI sehr ähnlich ist. Sie hatte mir im Joining des Kälte Coachings erzählt, dass sie schon mal beim Schwimmen starke Kopfschmerzen bekommen hätte. Sie hat es dann auf ein zu langes verweilen zurückgeführt. Gestern kam es dann wieder, aber schon nach 1:30 im Wasser, beim ruhigen meditieren, trotz ruhiger und tiefer Atmung. Sie hat mir dann noch gesagt dass sie zuwenig getrunken hätte heute… hier meine Fragen:
- kann zu wenig trinken auch im kalten Wasser zu intensiven Kopfschmerzenführen? 
- ⁠Oder weist der Schmerz auf ein Kälteschock hin, einhergehend mit zusammenziehenden Zellen und einen erhöhten Blutdruck in der Hirnregion?
- ⁠würdet ihr eine spezifische Abklärung von Bluthochdruck empfehlen?
- ⁠könnte eine ruhige jedoch tiefe Einatmung über 2-3 Minuten eine höhere Sauerstoffsättigung im zentralisierten Blutkreislauf bewirken und so Linderung bei den Kopfschmerzen bewirken? Die Schmerzen gingen innert 15 Minuten zurück, nach dem Aufwärmen mit Kontraktion und Entspannung… MR

1. Kann zu wenig Trinken Kopfschmerzen im kalten Wasser auslösen?
Zu wenig Trinken kann Kopfschmerzen begünstigen, da es den Blutfluss und die Sauerstoffversorgung des Gehirns beeinträchtigen kann. Dies könnte auch beim Eisbaden eine Rolle spielen, ist aber nicht der Hauptauslöser.
2. Weist der Schmerz auf einen Kälteschock hin?
Kopfschmerzen beim Eisbaden können durch die plötzliche Verengung oder Erweiterung der Blutgefässe aufgrund des Kältereizes entstehen. Dies erhöht den Druck in der Hirnregion und könnte Schmerzen verursachen.
3. Sollte Bluthochdruck abgeklärt werden?
Ein erhöhter Blutdruck durch Kälteexposition ist möglich. Eine individuelle ärztliche Abklärung ist sinnvoll, insbesondere wenn die Person bekannte Risikofaktoren für Bluthochdruck hat oder die Kopfschmerzen regelmässig auftreten.
4. Kann tiefe Atmung die Sauerstoffsättigung verbessern und Schmerzen lindern?
Tiefe, kontrollierte Atmung kann helfen, den Körper zu entspannen und den Sauerstoffgehalt im Blut zu erhöhen, was möglicherweise lindernd wirkt. Dies ist jedoch individuell unterschiedlich und sollte vorsichtig getestet werden.
 
Grundsätzlich: Es empfiehlt sich, die Dauer des Eisbades schrittweise zu steigern und auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr sowie eine gute Vorbereitung zu achten!  WK