Faszination Eis: Berichte, Sicherheit & Wissen zum Eisbaden
Willkommen im Wissenzentrum rund um das Element Eis. Ob aktuelle Eisberichte aus der Schweiz und Europa, die physikalische Tragfähigkeit von Eis oder die rechtlichen und praktischen Regeln beim Eislochbohren: Das KÄLTENETZWERK liefert dir alle relevanten Daten für dein sicheres Kälteabenteuer. Erfahre hier, wie Gewässer einfrieren und wie du dich beim Winterschwimmen im Eis optimal schützt.
Internationale Messwerte und Satellitendaten zur Eisentwicklung auf europäischen Seen und Meeresabschnitten:
Eis ist nicht gleich Eis: Die wichtigsten Eisarten im Überblick
Wer im Winter ein Eisloch bohren möchte, muss die Struktur des Eises kennen. Je nach Witterung, Wind und Schneefall bilden sich auf den Schweizer Seen völlig unterschiedliche Eisarten, die sich in ihrer Tragfähigkeit massiv unterscheiden.
Schwarzeis (Klar-Eis) – Das stabilste Eis:
Es entsteht bei grosser, anhaltender Kälte ohne Niederschlag und Wind. Da es kaum Lufteinschlüsse enthält, ist es glasklar, kompakt und schimmert dunkel wie der See darunter. Schwarzeis besitzt die höchste Tragkraft. Schon eine Dicke von wenigen Zentimetern kann Personen tragen – für Eisbader bietet es die sicherste und sauberste Basis.
Weisseis (Schnee-Eis) – Die tückische Schicht:
Wenn es auf eine dünne Eisschicht oder direkt in das gefrierende Wasser schneit, bildet sich milchiges Weisseis. Es ist mit unzähligen Luftblasen durchsetzt. Die Tragfähigkeit von Weisseis ist bis zu 50 % geringer als die von Schwarzeis. Hier ist beim Betreten und Bohren doppelte Vorsicht geboten.
Grundeis – Das Eis von unten:
In fliessenden Gewässern oder stark durchmischten Bergseen kann Wasser am kalten Seeboden gefrieren. Dieses sogenannte Grundeis kann sich plötzlich lösen, an die Oberfläche treiben und die bestehende Eisdecke unvorhersehbar verändern oder destabilisieren.
Frühjahrseis (Morsches Eis / Spargeleis) – Lebensgefahr!
Sobald die Frühlingssonne das Eis erwärmt, schmilzt es nicht nur von oben, sondern zerfällt von innen heraus in vertikale, nadelartige Strukturen. Dieses Eis besitzt keinerlei Tragkraft mehr, selbst wenn die Eisschicht optisch noch dick erscheint. Das Betreten ist lebensgefährlich.